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DLR entwickelt Räder für den Rover der ExoMars-Mission
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(03.02.2006)
Quelle: Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR)
Wer auf dem Mars mobil sein will, muss dafür sorgen, dass die Räder auf dem steinigen und sandigen Terrain optimale Bodenhaftung haben. Das
Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) hat dafür Spezialisten mit viel Erfahrung, die nun im Auftrag der Europäischen Weltraumorganisation ESA
Räder für ein Marsfahrzeug, einen so genannten Mars-Rover, entwickeln.
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Das DLR-Institut für Raumsimulation in Köln-Porz arbeitet und entwickelt so bereits heute für die europäische Mission ExoMars, die 2011 starten und mit Hilfe eines
Rovers die Mars-Geologie untersuchen soll. Dabei sollen die sieben Instrumente auf dem Rover Proben aus der Umgebung der Landestelle sowie Bohrproben aus
bis zu zwei Metern Tiefe auf ihre Struktur sowie auf ihre mineralogische, geochemische und organische Zusammensetzung hin untersuchen.
Dafür hat das DLR-Institut für Raumsimulation zwei neue Testanlagen in Betrieb genommen, die Sandkästen gleichen. Sie dienen dazu, unter kontrollierten
Bedingungen - das heißt mit bekanntem, homogenen Bodenmaterial sowie mit bekannter Belastung am Fahrzeug - Messungen durchzuführen, mit denen die
theoretischen Vorhersagemodelle zu Fahrwiderstand und Traktion der Rover-Räder überprüft werden können.
Erfahrungen im Bereich der Radentwicklung hat das Kölner DLR-Institut schon mehrfach gesammelt, sowohl bei der Entwicklung von Rädern für zukünftige
Planetenmissionen als auch im Rahmen von irdischen Anwendungen. Ein Beispiel ist das Meeresbodenfahrzeug MOVE (Moving Lander). Hierfür hat das
DLR-Institut im Auftrag der Universität Bremen von 2002 bis 2003 flexible Räder konstruiert, die in einer Tiefe von maximal 6.000 Meter funktionieren. Das
Wasserfahrzeug mit den Rädern aus der Raumfahrt ist bereits erfolgreich im Einsatz.
Neben der Entwicklung der Räder für den ExoMars-Rover wird das DLR-Institut für Raumsimulation auch an bestimmten Aufgaben für den Betrieb des Rovers
auf dem Mars beteiligt sein. Erfahrung in diesem Bereich werden bereits jetzt gesammelt, denn seit 2002 besteht eine Beteiligung am wissenschaftlichen Team
der amerikanischen Mars Exploration Rover (MER)-Mission, bei der auch an der Erstellung so genannter Aktivitätspläne mitgewirkt wird, die in die tägliche
Einsatzplanung der Rover und der Instrumente eingehen.
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Rover während eines Tests in der 3 x 6 Meter großen Versuchsanlage des DLR-Instituts für Raumsimulation. Foto: DLR
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Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt
http://www.dlr.de
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