Miniaturisierte Weltraumsonden, sogenannte StarChips oder Nanocrafts, sollen von Lasersegeln angetrieben werden. Unsere Nachbarsterne Proxima und Alpha Centauri sollen sie mit über 20% Lichtgeschwindigkeit erreichen können. So sieht es das Konzept des Projekts Breakthrough Starshot vor. Grafik: breakthroughinitiatives.org

StarShot: Schäden durch interstellaren Staub und Schutzmaßnahmen auf dem Weg nach Alpha Centauri

Wenn ein Raumfahrzeug mit 20% Lichtgeschwindigkeit und mehr zu einem unserer Nachbarsterne rast, muss selbst im Fast-Vakuum des Alls mit Schäden gerechnet werden. Die zwischen den Sternen verteilten Atome und kleinste Staubkörnchen hinterlassen deutliche Spuren. Das gilt erst recht, wenn das Raumfahrzeug nur wenige Gramm wiegt und von einem Lasersegel angetrieben wird, wie es das…

Sternenhimmel um den hellen Doppelstern Alpha Centauri AB und den roten Zwergstern Proxima Centauri. Proxima Centauri ist mit etwa 4,2 Lichtjahren Entfernung der nächste Nachbarstern der Sonne. Alpha Centauri AB ist wenig weiter entfernt. Der blaue Saum um Alpha Centauri AB ist eine Folge der Bildverarbeitung. Tatsächlich erscheint der Stern ähnlich hellgelb wie die Sonne.

Proxima b: erdgroßer Planet in lebensfreundlicher Zone um sonnennächsten Stern nachgewiesen

Astronomen haben an der Europäischen Südsternwarte einen Planeten um den sonnennächsten Stern nachgewiesen. Das ist der rote Zwergstern Proxima Centauri; der Exoplanet wird entsprechend Proxima b genannt. Für die weitere Forschung besonders interessant: Der Planet ist wenig größer als die Erde, sodass es sich um einen Felsplaneten handeln dürfte; und er umkreist seinen Stern in…

Gepresste PET-Flaschen. Jährlich werden etwa 50 Millionen Tonnen Polyethylenterephthalat (PET) produziert. Foto: Michal Maňas (Wikimedia)

Erstes kunststoffabbauendes Bakterium entdeckt

Ein Forschungsteam aus Japan hat den ersten Mikroorganismus entdeckt, der den Kunststoff PET vollständig abbauen und stofflich verwerten kann. Bisher waren als natürliche Zersetzer von PET nur wenige Pilzarten bekannt, mit denen das biologische Recycling des Kunststoffs nicht machbar war. Könnte es auch eine Schattenseite des Ganzen geben?

Schema der photokatalytischen Sauerstoffproduktion. Titandioxid wirkt hierbei als Photokatalysator: Ein Photon des ultravioletten Lichts erzeugt im Katalysator ein Elektron-Loch-Paar (Titandioxid ist ein Halbleiter). Unterschiedliche Moleküle oder Ionen der Umgebung (Akzeptor) können das Elektron aufnehmen, während das Loch an der Katalysatoroberfläche dem Wassermolekül ein Elektron entreißt (Oxidation). Dadurch bricht es das Molekül in ein Wasserstoffion (H+) und Sauerstoff (O2) auf. Grafik: Norio Narita, Takafumi Enomoto, Shigeyuki Masaoka & Nobuhiko Kusakabe [ 1 ]

Sauerstoff kein eindeutiges Anzeichen für Leben auf Exoplaneten

Leben auf Exoplaneten ließe sich mit den Techniken der näheren Zukunft nur indirekt nachweisen, durch sogenannte Biomarker oder Biosignaturen, die möglichst eindeutig auf die Aktivität von Lebewesen hindeuten. Als ein Musterbeispiel solcher Biomarker galt bisher Sauerstoff, der unter anderem von Pflanzen produziert wird. Ein japanisches Forscherteam stellt diesen Biomarker nun in Frage.

Ein grünes Blatt absorbiert einen großen Teil des roten, grünen und blauen Sonnenlichts (RGB). Einen Teil des infraroten Lichts (grau) lässt es durch, den größeren Teil reflektiert es. Das reflektierte Infrarotlicht ist nur schwach polarisiert. Dagegen ist das reflektierte RGB-Licht durch die Biopigmente stark polarisiert. Die Messung des Anteils polarisierten Lichts für die verschiedenen Farben liefert die Signatur der Biopigmente des Blatts. - Grüner Sand ist von grünen Blättern leicht zu unterscheiden: er reflektiert und polarisiert Sonnenlicht fast gleichmäßig für alle Farben. Entsprechendes gilt für gelben Sand sowie gelbe Blätter usw. Grafik: S. Berdyugina

Suche nach Leben im Alpha-Centauri-System

Ein internationales Wissenschaftlerteam hat ein neues Verfahren entwickelt, mit dem Leben auf Exoplaneten nachgewiesen werden kann. Hierbei haben sie sich vorerst auf den Nachweis von Biomolekülen konzentriert, die Lichtenergie in chemische Energie umwandeln und speichern. Verschiedene solcher Moleküle sind in irdischen Bakterien und Pflanzen weit verbreitet. Bereits heutige Teleskope sollen mit dieser empfindlichen Technik im…