Gepresste PET-Flaschen. Jährlich werden etwa 50 Millionen Tonnen Polyethylenterephthalat (PET) produziert. Foto: Michal Maňas (Wikimedia)

Erstes kunststoffabbauendes Bakterium entdeckt

Ein Forschungsteam aus Japan hat den ersten Mikroorganismus entdeckt, der den Kunststoff PET vollständig abbauen und stofflich verwerten kann. Bisher waren als natürliche Zersetzer von PET nur wenige Pilzarten bekannt, mit denen das biologische Recycling des Kunststoffs nicht machbar war. Könnte es auch eine Schattenseite des Ganzen geben?

Schema der photokatalytischen Sauerstoffproduktion. Titandioxid wirkt hierbei als Photokatalysator: Ein Photon des ultravioletten Lichts erzeugt im Katalysator ein Elektron-Loch-Paar (Titandioxid ist ein Halbleiter). Unterschiedliche Moleküle oder Ionen der Umgebung (Akzeptor) können das Elektron aufnehmen, während das Loch an der Katalysatoroberfläche dem Wassermolekül ein Elektron entreißt (Oxidation). Dadurch bricht es das Molekül in ein Wasserstoffion (H+) und Sauerstoff (O2) auf. Grafik: Norio Narita, Takafumi Enomoto, Shigeyuki Masaoka & Nobuhiko Kusakabe [ 1 ]

Sauerstoff kein eindeutiges Anzeichen für Leben auf Exoplaneten

Leben auf Exoplaneten ließe sich mit den Techniken der näheren Zukunft nur indirekt nachweisen, durch sogenannte Biomarker oder Biosignaturen, die möglichst eindeutig auf die Aktivität von Lebewesen hindeuten. Als ein Musterbeispiel solcher Biomarker galt bisher Sauerstoff, der unter anderem von Pflanzen produziert wird. Ein japanisches Forscherteam stellt diesen Biomarker nun in Frage.

Ein grünes Blatt absorbiert einen großen Teil des roten, grünen und blauen Sonnenlichts (RGB). Einen Teil des infraroten Lichts (grau) lässt es durch, den größeren Teil reflektiert es. Das reflektierte Infrarotlicht ist nur schwach polarisiert. Dagegen ist das reflektierte RGB-Licht durch die Biopigmente stark polarisiert. Die Messung des Anteils polarisierten Lichts für die verschiedenen Farben liefert die Signatur der Biopigmente des Blatts. - Grüner Sand ist von grünen Blättern leicht zu unterscheiden: er reflektiert und polarisiert Sonnenlicht fast gleichmäßig für alle Farben. Entsprechendes gilt für gelben Sand sowie gelbe Blätter usw. Grafik: S. Berdyugina

Suche nach Leben im Alpha-Centauri-System

Ein internationales Wissenschaftlerteam hat ein neues Verfahren entwickelt, mit dem Leben auf Exoplaneten nachgewiesen werden kann. Hierbei haben sie sich vorerst auf den Nachweis von Biomolekülen konzentriert, die Lichtenergie in chemische Energie umwandeln und speichern. Verschiedene solcher Moleküle sind in irdischen Bakterien und Pflanzen weit verbreitet. Bereits heutige Teleskope sollen mit dieser empfindlichen Technik im…

Bruchstück des Tissint-Marsmeteoriten (327 Gramm). Dunkle Flecken und Adern auf der gebrochenen Oberfläche entstanden durch Schmelzprozesse bei einem Stoßereignis auf dem Mars. Die linke Seite zeigt dunkle Schmelzkruste. Foto: Hui Ren, Institut für Geologie und Geophysik der Chinesischen Akademie der Wissenschaften in Peking.

Lebenszeichen vom Mars im Tissint-Meteoriten?

Am 18. Juli 2011 schlug in Marokko nahe der kleinen Ortschaft Tissint ein Marsmeteorit ein. Ein internationales Forschungsteam hat Gesteinsproben des Meteoriten eingehend untersucht und darin organischen Kohlenstoff gefunden. Die Forscher argumentieren, dass der Kohlenstoff auf dem Mars entstanden ist. Sie sind davon überzeugt, dass sich ihre Untersuchungsergebnisse besser durch Lebensprozesse erklären lassen als etwa…

Ursprung des Lebens? Steil stehende Bruchzonen in der Erdkruste bieten Wege nicht nur für Wasser. Die in ihnen aufgestiegenen Gase trugen zur Bildung der Atmosphäre bei. Diesen Gase können eine entscheidende Rolle bei der Entwicklung komplexer biologischer Moleküle gespielt haben. Grafik: UDE / G. Berberich

Wo das Leben vielleicht begann

Wo haben sich auf diesem Planeten erste komplexe organische Moleküle und erste primitive Einzeller entwickelt? Wo lag der Ursprung des Lebens? Als mögliche Ursprungsregionen werden unter Biowissenschaftlern alle möglichen Lokalitäten auf der Erdoberfläche diskutiert, von der Tiefsee bis hin zu flachen Tümpeln. Forscher der Uni Duisburg-Essen glauben, die Antwort nicht auf diesem Planeten gefunden zu…

Mimose (Mimosa pudica)

Pflanzen lernen und erinnern sich

Mithilfe ihres Nervensystems nehmen Tiere riesige Mengen an Informationen aus der Umwelt auf, speichern sie und rufen sie wieder ab. Das ermöglicht es ihnen zu lernen und sich an neue Situationen anzupassen. Auch Pflanzen nehmen umfangreiche Informationen aus ihrer Umwelt auf, besitzen aber kein Nervensystem. Daher hat man ihnen eine Lernfähigkeit bisher nicht zugetraut. Eine…