Erster experimenteller Nachweis: Meditierender beeinflusst biologische Probe ohne physikalischen Kontakt

Können Menschen Pflanzen ohne physikalischen Kontakt beeinflussen? Jedenfalls nutzten japanische Wissenschaftler in einer experimentellen Studie zu dieser Frage Gurkenscheiben als Biosensoren. Dabei stellten sie fest, dass sich die von den Gurkenscheiben abgesonderte Gasmenge ändert, wenn eine meditierende Person anwesend ist. Anhand der statistisch signifikanten Unterschiede zu den Kontrollproben und dem Ausschluss anderer Ursachen sehen die Forscher in ihrer Studie einen wissenschaftlichen Nachweis dafür, dass Menschen messbar biologische Objekte ohne ersichtlichen physikalischen Kontakt beeinflussen können.

Die japanische Forschergruppe setzt sich aus Wissenschaftlern vom Information and Research Center des International Research Institute (IRI) und der Aquavision Academy zusammen, die beide ihren Sitz im japanischen Chiba haben. In der aktuellen Ausgabe des International Journal of Physical Sciences stellten sie ihr Experiment vor. [ 1 ]

In dem Experiment wurde die Gaskonzentration gemessen, die Gurkenscheiben durch ihre Ausgasungen in einem gasdichten Behälter erzeugen. Die Wissenschaftler wählten die Gas-Methode, da mit ihr kostengünstig mehrere Proben parallel untersucht werden konnte, im Gegensatz beispielsweise zur Messung der extrem schwachen Lichtaussendungen aufgrund biochemischer Vorgänge.

Der Meditierende

An dem Versuch nahm ein Meditierender mit 20 Jahren Meditationserfahrung teil. Für das Experiment erhielt er eine Umgebung, die er für seine Meditation bevorzugte. Insbesondere setzte er sich in einem abgedunkelten Raum unter eine pyramidenförmige Struktur und wendete das Hem-Sync-Verfahren an, eine akustische Methode, die die Meditation unterstützen sollte. Der Meditierende konzentrierte seine Aufmerksamkeit nicht auf die Gurkenscheiben, die direkt über ihm platziert wurden.

Gurkenscheiben als Biosensoren

Versuchsaufbau mit Meditierendem und Positionen der Gurkenproben

Versuchsaufbau mit Meditierendem und Positionen der Gurkenproben für das Hauptexperiment und das Kontrollexperiment. Grafik: Osamu Takagi et al.: Meditator’s non-contact effect on cucumbers, International Journal of Physical Sciences

Das Experiment wurde in insgesamt sieben Durchgängen an sieben Tagen vom April bis zum Oktober durchgeführt. Die Gaskonzentration, die sich jeweils in der Umgebung der Gurkenscheiben aufbaute, wurde für 672 Proben gemessen. Gurkenscheiben reagieren als Biosensoren sehr empfindlich auf ihre Umgebung, beispielsweise auf die Temperatur, Luftfeuchtigkeit, Beleuchtung, Vibrationen, elektrische und magnetische Felder. Um einen möglichen Einfluss des Meditierenden auf die Gurkenscheiben messen zu können, wurden die äußeren Bedingungen der Versuchsreihe möglichst konstant gehalten und elektromagnetische Felder durch Faraday’sche Käfige abgeschirmt. Wesentlich waren zudem Kontrollexperimente ohne Meditierenden (mindestens 5 km entfernt) und ansonsten den selben Versuchsbedingungen.

Versuchsdurchgang in vier Segmenten

Jeder Versuchsdurchgang bestand aus vier Segmenten, die nacheinander vom frühen Morgen bis zum Abend durchgeführt wurden:

Vorbereitung der Gurkenscheiben auf Petrischalen für das Haupt- und Kontrollexperiment

Vorbereitung der Gurkenscheiben auf Petrischalen für das Haupt- und Kontrollexperiment. Grafik: Osamu Takagi et al.: Meditator’s non-contact effect on cucumbers, International Journal of Physical Sciences

Segment 1: 3 Experimente mit je 8 abgedeckte Schalen mit Gurkenscheiben für 30 Minuten ohne Meditierenden im Versuchsaufbau platziert

Segment 2: 3 Experiment mit Meditierendem für je 30 Minuten in der Pyramide, ansonsten wie Segment 1

Segment 3: im Wesentlichen wie Segment 2

Segment 4: im Wesentlichen wie Segment 1

Ergebnis der Gasmessungen

Nach jedem experimentellen Segment wurden die geöffneten Schalen mit den Gurkenscheiben jeweils in Kunststoffbehälter gestellt und für 36 Stunden bei 24°C gelagert. In dieser Zeit gaben die Gurkenscheiben weiterhin Gas ab. Schließlich wurden aus den Behältern je 300 ml Gas abgepumpt und mit einem Gasdetektor die Konzentration von Ethylacetat in der Gasprobe gemessen.

Die statistische Analyse der Messdaten ergab einen deutlichen uns statistisch signifikanten Unterschied der Gaskonzentration für die Messungen mit Meditierendem und ohne.

Als Schlussfolgerung ihrer Versuchsreihe vermuten die japanischen Forscher, dass die Messergebnisse möglicherweise auf einem wissenschaftlich noch unbekannten Phänomen beruhen, verursacht durch die Gegenwart des Meditierenden.

Unabhängige Bestätigungen der Ergebnisse durch die Versuche anderer Wissenschaftler stehen noch aus.

Link

1 ] Osamu Takagi, Masamichi Sakamoto, Hideyuki Kokubo, Hideo Yoichi, Kimiko Kawano and Mikio Yamamoto: Meditator’s non-contact effect on cucumbers, International Journal of Physical Sciences, Vol. 8(15), pp. 647-651, 23 April, 2013 – DOI:10.5897/IJPS2012.3800
http://www.academicjournals.org/journal/IJPS/article-abstract/FCBDF0B18439

International Research Institute
http://www.a-iri.org

Aquavision Academy
http://www.aqu-aca.com

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